Der Weltklimarat IPCC


Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ist eine Institution der Vereinten Nationen. In seinem Auftrag tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit den aktuellen Stand der Klimaforschung zusammen und bewerten anhand anerkannter Veröffentlichungen den jeweils neuesten Kenntnisstand zum Klimawandel. Der IPCC bietet Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen der Politik, ohne jedoch konkrete Lösungswege vorzuschlagen oder politische Handlungsempfehlungen zu geben.
 

Wer am IPCC beteiligt ist

Der IPCC ist ein wissenschaftliches Gremium und gleichzeitig ein zwischenstaatlicher Ausschuss. Der Sitz des Rates ist Genf. Ihm gehören an:

  • Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die ehrenamtlich zur Arbeit des IPCC als Autorinnen und Autoren sowie als Gutachterinnen und Gutachter beitragen. Für jeden Bericht werden neue Autorenteams zusammengestellt.
  • Regierungen von Staaten, die Mitglieder der Vereinten Nationen oder der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) sind. Zurzeit sind 195 Länder Mitglied des IPCC.
  • Beobachterinnen und Beobachter von mehr als 100 akkreditierten internationalen Organisationen sowie aus der Zivilgesellschaft.
     

Was der IPCC tut

Der IPCC trägt die Ergebnisse der aktuellen naturwissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Literatur zusammen, die weltweit zu diesen Themen veröffentlicht werden. Er stellt die naturwissenschaftlichen Grundlagen, die Folgen sowie Risiken des Klimawandels dar und zeigt zudem Möglichkeiten auf, wie die Menschheit den Klimawandel mindern und sich an eine globale Erwärmung der Erde anpassen kann. Der IPCC forscht nicht selbst, sondern trägt die Ergebnisse tausender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und bewertet diese aus wissenschaftlicher Sicht. Dazu veröffentlicht er seit 1990 alle sechs bis sieben Jahre Sachstandsberichte, die IPCC Assessment Reports.

Detaillierte Verfahrensregeln sollen sicherstellen, dass die Informationen des IPCC verlässlich, ausgewogen und umfassend sind. Alle Mitgliedsländer des IPCC müssen der entsprechenden Fassung des Berichts zustimmen, bevor dieser veröffentlicht wird. Deshalb haben deren Aussagen international großes Gewicht und sind eine wichtige Basis bei den jährlichen Verhandlungen zur Klimarahmenkonvention (UNFCCC).

Der IPCC erhielt 2007 gemeinsam mit dem ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen, den Klimawandel in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.
 

Warum der IPCC gegründet wurde

Mitte des 20. Jahrhunderts stellten Forscherinnen und Forscher vermehrt Anzeichen dafür fest, dass sich die Atmosphäre erwärmt und dass Aktivitäten des Menschen eine Ursache dafür sein könnten. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gründeten daraufhin 1988 den IPCC. Ziel war es zu klären, welche Gefährdung von der Erderwärmung ausgeht und ob gehandelt werden muss.

Für nähere Informationen zum IPCC siehe auch: Kompaktinformation - Der Weltklimarat IPCC.